Lexikon

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Pädodontie:

Kinderzahnheilkunde:

Papillen-Blutungs-Index:

Messverfahren zur möglichst objektiven Verlaufskontrolle einer entzündlichen Parodontalerkrankung. Dabei wird das Auftreten einer Reizblutung am im Zahnzwischenraum (Interdental "papille") nach vorsichtigem Austasten der Zahnfleischfurche mit einer stumpfen Sonde beurteilt. Der Index dient neben der Verlaufskontrolle der Demonstration und Motivation des Patienten im Rahmen der parodontalen Vorbehandlung und Mundhygienekontrolle.:

Parafunktion:

Nicht natürliche Funktion des Kausystems wie z.B. Pressen und Knirschen der Zähne, Lippen- u. Wangenbeißen, Bleistift- u. Nägelkauen und andere Habits. Werden oft unbewusst, teilweise während des Schlafs ausgeführt. Oft als Folge psychischer Belastung. Sie können Schäden an Zähnen und Zahnhalteapparat anrichten. Behandlung z.B. beim Zähneknirschen symptomatisch mit einer Aufbissschiene.:

Paralgesie:

Bezeichnet ein gestörtes Schmerzempfinden. Personen mit Paralgesie empfinden schmerzhafte Reizungen als angenehm.:

parapulpäre Stifte, Pins:

selbstschneidende Stifte, um einer Füllung eines tief zerstörten vitalen Zahnes den nötigen Halt zu geben. Nach Vorbohren eines Kanals werden die Stifte in die Zahnhartsubstanz (Dentin) eingedreht. Der Stift wird also neben ("para") das Zahnmark ("Pulpa") gesetzt - im Gegensatz zum Stiftaufbau bei wurzelgefüllten Zähnen. Wird seit der Klebetechnik seltener angewendet.:

Parese:

Teilweiser Ausfall eines motorischen Nervs mit Lähmung der von ihm zu versorgenden Muskulatur.:

Parodontalabszess:

Zahnfleischtaschenabszess als Folge von tiefen, infizierten Zahnfleischtaschen mit Verdickung am verursachenden Zahn. Therapie: Eröffnen des Abszesses gegebenfalls später Parodontaltherapie.:

Parodontalbehandlung, -therapie:

Komplexe Maßnahmen zur Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates (systematische Parodontalbehandlung). Gliedert sich in die Erstuntersuchung, Initialtherapie (Mundhygiene), weiterführende Parodontaltherapie und die Erhaltungstherapie (Mundhygienekontrollen, um den Therapieerfolg langfristig zu halten).:

Parodontaler Screening-Index (PSI):

Index für den Zahnhalteapparatzustand (Parodontalzustand). Die Indexerhebung erfolgt mit einer Sonde mit Millimeterskalierung ("WHO-Sonde"), die dazu dient, die Zahnfleischtaschentiefe an bestimmten Zähnen zu messen. Dazu wird das Gebiss des Patienten in 6 Bezirke unterteilt (Sextanten: Seitenzähne rechts und links sowie Schneidezähne, für Ober- und Unterkiefer), die einzeln untersucht werden. An jedem Zahn innerhalb der Sextanten wird an sechs bestimmten Stellen die Zahnfleischtaschentiefe gemessen; nur der höchste Wert wird in einem Befundschema eingetragen: Wird an einer Stelle der schlechteste Codewert 4 erreicht (Taschentiefen über 5,5 mm), erhält dieser Bezirk insgesamt diesen Wert. Die Codes geben Hinweis auf das Behandlungskonzept: Mundhygiene, Beseitigung von Zahnstein und Belägen, Beurteilung der Notwendigkeit einer Parodontalbehandlung.:

Parodontitis:

Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.:

Parodontitis apicalis:

Entzündung des Zahnbettes an der Wurzelspitze und des angrenzenden Knochens.:

Parodontitis interradicularis:

Bei mehrwurzligen Backenzähnen: Entzündung des Knochens im Bereich der Teilungsstelle der Wurzeln (Furkation).:

Parodontitis marginalis:

Entzündung der oberen (Zahnhals nahen) Anteile des Zahnbetts: Zahnfleisch, Zahnwurzelhaut, Wurzelzement, Zahnfachknochen sind davon betroffen. Symptome: Zahnfleischentzündungen mit fortschreitendem Knochenverlust bedingen Zahnfleischblutung; später folgen Zahnlockerungen, Zahnwanderungen und schließlich Zahnverlust. Ursache sind bakterielle Beläge, aber auch genetische Vorbelastung und Allgemeinerkrankungen (Diabetes mellitus). Der Parodontitis geht meist eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) voraus.:

Parodontium:

Zahnbett, funktionelles System des Zahnhalteapparat; besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), Zahnwurzelhaut (Desmodont), Wurzelzement und Alveolarknochen.:

Parodontologie:

Lehre vom Parodontium, dessen Erkrankungen und deren Behandlung.:

Parodontose:

Laienhafte, überholte Bezeichnung für lockere Zähne mit freiliegenden Zahnhälsen. Früher als entzündungsfreie Rückbildung des Zahnfaches aufgefasst.:

Perforation:

Krankhafter Gewebsdurchbruch verschiedener Ursachen und Lokalisation; z.B. ungewollter Durchbruch bei einer Wurzelkanalbehandlung, bei der das Wurzelkanalinstrument die Wurzel nach außen oder zur Kieferhöhle durchbrochen hat.:

Periost:

Knochenhaut; ernährende Schicht des Knochens.:

Peripilastrium:

Weichgewebe, welches ein Implantat umgibt. Bei idealer Einheilung wird das Implantat vom Peripilastrium bewachsen oder durchwachsen.:

Pfeilerzahn:

Zahn, auf dem Zahnersatz abgestützt wird, z.B. eine Brücke befestigt ist.:

Phantomschmerz:

Projektion des Schmerzgefühls von amputierten Gliedern oder entfernten Zähnen. Nervlich bedingte Fehlmeldung; so werden z.B. Schmerzen an nicht mehr vorhandenen Zähnen empfunden; die Entstehung des Phantomschmerzes ist unklar. Diskutiert wird ein Modell, wonach der betroffene Zahn bei seinem früheren Vorhandensein schon starke Schmerzen verursacht hat, bevor er entfernt wurde. Dieses Schmerzmuster wurde dann im Gehirn nicht vollständig gelöscht.:

Phobie:

Neurotische, unangemessene objekt- oder situationsbezogene Angst- und Vermeidungsreaktion, z.B. Zahnbehandlungsphobie, Klaustrophobie, Agoraphobie.:

Phosphatzement:

Zinkoxid-Phoshatzement; wird vor allem als Befestigungszement für Zahnersatz (Kronen, Brücken, Inlays) und als Unterfüllungszement unter einer definitiven Füllung verwendet. Er wird aus Pulver (80-90%iges Zinkoxid und andere Beimengungen) und Flüssigkeit (50-60%ige Orthophosphorsäure) angemischt.:

Physiologische Selbstreinigung:

Hierunter versteht man in der Zahnmedizin die antiseptische Wirkung des Speichels sowie die Funktion der Zunge zur Reinigung der Zähne.:

Plaque:

Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.:

plastische Füllungen:

plastische Füllungen
Füllungen aus Werkstoffen, welche zum Zeitpunkt des Einbringens in die Kavität (in den Zahn präpariertes Loch) noch verformbar sind und erst nach einer bestimmten Abbindereaktion in dieser erhärten. Zu den plastischen Füllungen zählen die Amalgam-, Zement- und Kompositfüllungen. Im Gegensatz dazu werden die festen Füllungen (z.B. Gussfüllungen, Keramikinlays) nach einem Abdruck der Kavität außerhalb des Mundes oder durch CAD/CAM Verfahren hergestellt.:

Plattenprothese:

auch Plastprothese; Teilprothese mit reiner Schleimhautlagerung; einfachste Form des herausnehmbaren Kunststoffzahnersatzes, meist nur als Provisorium in Gebrauch.:

Polieren, Politur:

Notwendiges Verfahren zum Vergüten der Füllungsoberfläche oder eines Zahnersatzstückes; ebenso zur Glättung der natürlichen Zahnoberfläche nach einer Zahnsteinentfernung: mit abgestuften Polierinstrumenten werden Oberflächengrate mechanisch abgetragen, um möglichst glatte Festkörperoberflächen zu erzeugen. Glatte Oberflächen bieten der Plaque weniger Gelegenheit zur Anhaftung, macht die Oberfläche elektro-chemisch unangreifbarer und verhindert Abrieb.:

Polymerisationsschrumpfung:

Bei allen Kunststoffen (z.B. Prothesenkunststoff oder Füllungskunststoff) eintretende Schrumpfung des Materials bei der Aushärtung. Bewirkt beim Verarbeiten von weißen Füllungskunststoffen einen negativer Effekt, welcher die Randdichtigkeit der Füllung vermindert. Schrumpfung ca. 2-4% zum Massenzentrum des Materials.:

Präparation:

Fachausdruck für den Substanzabtrag am Zahn mit rotierenden Instrumenten, Schleifkörpern oder Fräsen zur Aufnahme einer Füllung oder prothetischen Restauration (z.B. Krone). Das Präparieren erfolgt unter Wasserkühlung, um Überhitzungsschäden am Zahn zu vermeiden.:

Professionelle Zahnreinigung:

Hiermit werden alle Maßnahmen zusammen gefasst, die der Reinigung der Zahnoberflächen dienen. Durchgeführt werden diese Maßnahmen in der Regel von besonders weitergebildetem Personal (z.B. Prophylaxeassistentin, Dentalhygienikerin) in der zahnärztlichen Praxis. Die Professionelle Zahnreinigung beinhaltet die Entfernung von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen und Verfärbungen. Anschließend werden die Zähne poliert, um eine erneute Ansiedlung der Bakterien zu erschweren. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern sie ist wesentliche Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparats.:

Progenie:

Relative Vorverlagerung des Unterkiefers; Überentwicklung des Unterkiefers gegenüber dem Oberkiefer wodurch ein umgekehrter Frontzahnüberbiss entsteht; im Seitenzahnbereich stehen die Seitenzähne des Unterkiefers weiter nach außen als die des Oberkiefers (Kreuzbiss). Daraus entsteht ein prominenter Unterkiefer mit vorstehendem Kinn ("Habsburgerkinn"). Erblich bedingt. Therapie: Kieferorthopädie oft nur in Kombination mit kieferchirurgischem Eingriff möglich.:

Prognathie:

Ursprünglich: vorstehender, vergrößerter Oberkiefer bei normal entwickeltem Unterkiefer. Der Begriff wird heute für beide Kiefer verwendet::

Prothese:

Künstlicher Ersatz von fehlenden Zähnen. Im engeren Sinne versteht man darunter herausnehmbaren Zahnersatz. Bei Teilprothesen sind noch eigene Zähne vorhanden, an denen die Ersatzzähne befestigt werden. Durch Totalprothesen werden alle Zähne eines oder beider Kiefer ersetzt. Siehe auch Kombinationsarbeit.:

Prothetik:

Kunst des Ersatzes von Körperteilen durch entsprechende Vorrichtungen aus körperfremdem Material. Die zahnärztliche Prothetik umfasst Planung, Herstellung und Einfügen von Zahnersatz.:

Provisorium:

Vorläufiger, nicht definitiver (temporärer) Zahnersatz; Maßnahme zum Schutz eines Zahnes nach Präparation bis zur Eingliederung des endgültigen Zahnersatzs (Krone, Brücke) oder als temporäre Versorgung z.B. einer Zahnlücke bis zur späteren endgültigen Versorgung: Lückenschluss mit einer Brücke oder einer herausnehmbaren Prothese während der Einheilungsphase eines Implantates, anschließende definitive Versorgung mit einem implantatgetragenem Zahnersatz . Die Provisorien werden entweder direkt im Mund oder nach Abdruck in einem Dentallabor individuell angefertigt.:

psychogene Prothesenunverträglichkeit:

Manche Menschen haben aber das Gefühl, dass der Zahnersatz drückt, brennt oder sonstige Probleme bereitet, obwohl die zahnärztliche Arbeit einwandfrei ist. Dafür kann eine psychogene Prothesenunverträglichkeit verantwortlich sein. Ursache ist eine tief sitzende Ablehnung des Zahnersatzes, etwa weil mit den falschen Zähnen ein Gefühl von alt und gebrechlich sein verbunden wird. Der eigentliche Grund für die Probleme liegt also nicht im Zahnersatz selbst, sondern in dessen Verarbeitung im Gehirn. Dabei können vorangegangene Schmerzerlebnisse, aber auch seelische Belastungen eine Rolle spielen.:

Pulpa:

Das Zahnmark, Weichgewebe, im Inneren des Zahns. Im Volksmund auch als Zahnnerv bezeichnet. Die Pulpa hat einen Kronen- (Kronenpulpa) und einen Wurzelanteil (Wurzelpulpa in den Wurzelkanälen) und stellt somit das verkleinerte Abbild der äußeren Zahnform dar.:

Pulpitis:

Zahnmarkentzündung; meist infektiös (durch tiefe Karies), selten durch Trauma (Schlag auf die Zähne), physikalische (Wärme, Kälte) oder chemische Reize. Als akute (schmerzhaft) und chronische Pulpitis (oft symptomlos). Therapie: abhängig vom Pulpitisstadium meist eine Wurzelkanalfüllung, selten Füllungstherapie mit Medikamentengabe (z.B. Calciumhydroxid) möglich.:

Pulverstrahltechnik:

Auch Abrasionsstrahlgerät. Druckluftbetriebenes Gerät zur Zahnreinigung. Wird im Rahmen der professionellen Zahnreinigung zur Entfernung von Nahrungs- und Genussmittelverfärbungen eingesetzt. Der Spraystrahl besteht aus einer wässrigen Aufschwemmung aus Natriumhydrogencarbonat (ein Salz). Die Anwendung sollte sorgfältig erfolgen, um Schäden an der Zahnhartsubstanz oder den umgebenden Weichgeweben zu vermeiden.:

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